Die Idee zum Bau einer V23 der DR kam durch den Baubericht von Herrn Joachim Uhlig

in der Zeitschrift "Gartenbahnen" Hefte 3 und 4 2014.

 

Und eigentlich habe ich mich mit diesem Bericht genauer befasst,

weil einer unserer jugendlichen Mitglieder eine 5-Zoll-Lok wollte.

 

Bei den Recherchen im Internet hinsichtlich Original-Fotos

und Abmessungen fand ich immer mehr Gefallen an dieser Lok.

 

Ein einfaches Modell!

Also schneller Fahrspaß!

Anders als bei meiner 62er!

smile Doch, das wär schon was! smile

 

Also ging es im Sommer 2015 zum Vereinskollegen René Kästner nach Sachsen.

Eine wunderschöne Motorradtour führte uns nach Schwarzenberg, wo deren V23 im Schuppen steht

und Maßnehmen angesagt war, weil ich bei meinen Recherchen festgestellt habe,

dass die Maße der Bauanleitung nicht wirklich zum Original passen.

Und mit den Zeichnungen zur Baureihe 102.1, die ich von René bekommen hatte,

ließ sich das Modell nicht vollständig konstruieren.

 

 

Baubeginn: September 2015

 

Nachdem die Lok mit ihren Hauptabmessungen konstruiert war,

folgte sogleich die Fertigung der Rahmenwangen.

Dahinter liegen auch schon die Rohlinge für die Räder!

 

Die gebohrten Pufferbohlen kommen einem Sieb gleich.

 

Passprobe bei einem der beiden Rahmen für die Motoren und Getriebe.

Deren Konstruktion ist im Wesentlichen von Herrn Uhligs Bauanleitung übernommen.

Allerdings ist deren Lagerung im Lokrahmen der Art gestaltet,

dass neben Nickbewegungen der Lok auch Wiegebewegungen möglich sind,

was bei bolivianischen Gleisverwerfungen wichtig ist.

 

So sieht´s aus!

 

Diese Vorrichtung, zum immer gleichen Aufspannen der Räder für die jeweils folgenden Arbeitsschritte,

ermöglichte es, die notwendigen Werkzeugwechsel und deren Justierung zu reduzieren.

 

 Dann wurden die Rohlinge auf der Drehbank grob auf Maß gebracht.

Das endgültige Radreifenprofil entsteht erst, wenn die Räder auf den Achsen befestigt sind.

 

Nach der Vorderseite entstand das endgültige Profil der Radstern-Rückseite.

 

Dann wurde auf der CNC-Fräse gebohrt.

 

Und gefräst.

 

Und noch mehr gefräst.

 

So sah es bei der ganzen Arbeit auf der Fräsmaschine aus.

 

Jetzt kann man zwischen den Speichen, an der Nabe und an der Felge, die Schwimmhäute erkennen.

 

 Damit die kleine Lok auch ordentlich was wiegt, braucht sie noch einige Gewichte.

Hier wurde gerade eines der beiden Flacheisen auf die richtige Länge gebracht,

das später in der Motorhaube unter den Batterien für zusätzliche Masse sorgt.

 

Zwischen die beiden Rahmenwangen sind hier drei weitere Gewichte montiert,

die das Lokgewicht noch einmal um rund 6,5 Kilo erhöhen.

 

Hier wurde eine Achslagerbohrung in einem der beiden Antriebsrahmen

auf das für´s Reiben notwendige Maß gefräst.

 

Nun sind auch die Löcher für die Befestigung des Getriebekastendeckels gebohrt.

Und zur Probe wurden die IGLUDUR-Gleitlager montiert,

sowie die noch nicht bearbeitete Achswelle eingeschoben.

 

 

2016

 

Die Achsgabelstege sind bereits gefertigt und zur Probe montiert. 

 

Diese beiden Blöcke bilden den gewichtigen Untergrund der Bühne hinter dem Führerhaus.

Im Zwischenraum findet später der Stecker für den Fahrregler seinen Platz. 

 

Diese beiden Behälter hat mir mein Freund Tobias von der DBK gefertigt.

An den quer liegenden Teilen werden dann seitlich die Befestigungsbänder der Behälter montiert. 

 

 Damit die Ausgleichsgewichte über die Radreifen hinaus ragen, werden die 2mm Bleche aufgeschraubt.

Die überstehenden Schraubenköpfe werden dann abgeschliffen.

 

Meine Puffer habe ich erstmalig zweiteilig hergestellt. Das spart viel Zeit und Rohmaterial!

Links: Rückseite von Teller und Schaft

Mitte: Vorderseite von Teller und Schaft

Rechts: Die beiden Teile hart verlötet.

Der Teller ist nun auch auf Endmaß abgedreht und am Rand abgerundet.

 

Die fertigen Achsen.

 

Das Schneckengetriebe ist aufgrund seiner Übersetzung von 1:7 leider hemmend,

das heißt, dass die Lok keinen Auslauf besitzt und daher beim Bremsen

über den 4Q-Regler keinen Bremsstrom in die Batterien einspeisen kann.

Das bedeutet auch, dass über die Reglerelektronik ein Auslauf eingestellt werden muss,

damit die Räder beim Bremsen nicht plötzlich stehen bleiben können und es zu Flachstellen kommt.

 

Ein anderes Getriebe mit Zahn- und Kegelrädern habe ich probiert zu konstruieren,

aber dafür war einfach zu wenig Platz.

Schließlich sollte die Übersetzung schon so ausfallen, dass die Endgeschwindigkeit einigermaßen passt.

 

Die Gewichte der Blindwelle sind fast fertig.

Wie bei einem schönen Kleid, fehlt nur noch der lange Schlitz!wink 

 

 Die erste Kuppelstange nach dem Schruppfräsen der Kontur.

 

 So schön können Späne sein!

Hier wurde gerade die seitliche Schwächung der Kuppelstange erzeugt.

 

 Die fertigen Kuppelstangen im Bereich der Blindwelle.

 

 tongue-out Mir wird ja von meinen Vereinskollegen immer wieder nachgesagt, dass ich den Knall nicht gehört habe.tongue-out

Das hier ist wieder so ein Beispiel:

Einer der 8 Sandkästen - als Hohlkörper ausgeführt - weil da ja später mal Sand zum streuen rein soll!

 

 Hier sieht man die zweiteiligen Achslager aus Igludur-Gleitlagerkunststoff,

mit deren Hilfe die Achsen im Rahmen der Lok geführt werden.

 

Mit einem langen feinen Schlitz ist so manches perfekt! 

 

Jeder der die V23 kennt, weiß was das hier mal werden soll.

Die Lampengehäuse über den Pufferbohlen! 

 

Mit den beiden Kugelfräsern wurde die endgültige Form der Reflektoren hergestellt. 

 

 Ja, so sieht die Pufferbohle schon ganz realistisch aus.

Auf den Lampenkästen fehlen natürlich noch die Halter für die Schlussscheiben.

 

 

2017

 

Jetzt war ich von der Planung auch so weit, dass ich die notwendigen Blechteile lasern lassen konnte.

Hier sieht man das Bodenblech mit allen notwendigen Aussparungen.

 

 Hier entsteht eines der beiden Tragbleche mit Stützwinkeln,

die später die schweren Behälter tragen sollen.

 

 So sieht das dann von unten aus.

Das Bodenblech ist von dieser Last befreit,

weil ich die notwendigen großen Schrauben nicht an der Oberfläche haben möchte.

Die Schönheit des Rautenblechs auf der Oberseite soll durch nichts getrübt werden!

 

Diese Blechteile lassen nun keinen Zweifel mehr aufkommen, welcher Loktyp hier im Werden ist.

 

 

2018